Brief 8: Yoga-Schreibtreff – gratis Probelauf!

Liebe Leute,

eva_baumdas Schwierigste am Schreiben ist es, Zeit-Räume dafür freizuschaufeln und zur Ruhe zu kommen. Ich schaff das zur Zeit fast nur bei sogenannten „Schreibtreffs“. Ort & Zeit sind fix und ich verspreche meiner inneren Schreiberin zumindest das: „Wir gehen hin.“ Alles andere passiert dann von selbst, d.h. ich schreibe.

Juhu! Ab Juni gibt’s im writers´studio einen neuen (öffentlichen) Schreibtreff, und zwar einen ganz besonderen: „Schreib-Cafe mit Yoga“ von und mit Eva Karel. Evas luftig-lustig-entspanntes Yoga ist einfach genial. Vor dem Interview mit Eva  sei nochgesagt: Der erste Termin, der Probelauf ist gratis. Also kommt: Donnerstag, 9. Juni, 9-12 Uhr im writers´studio (Matten sind vorhanden). Danach jeden letzten Donnerstag im Monat. Details beim Probelauf bzw. ab Mitte Juni auf www.writersstudio.at

J: Liebe Eva, du bist eine sehr aktive, in Australien & Indien geschulte Yogalehrerin & seit Ende 2010 Schreibtrainerin im writers´studio. Wie bist du auf die Idee gekommen, Yoga & Schreiben zu verbinden?
E:
Ich unterrichte seit 10 Jahren Yoga. Es ist meine Leidenschaft und beschäftigt mich schon sehr lange sehr intensiv. Schreiben und Yoga zu verbinden, hat sich ganz von selbst ergeben: Irgendwann hab ich bemerkt, wie gut ich schreiben kann, wenn ich vorher Yoga gemacht habe. Das funktioniert auch super, wenn ich malen möchte. Yoga scheint einfach die Schleusen der Kreativität zu öffnen…

J: Wie läuft dein „Schreibcafe mit Yoga“ ab?
E:
Gemeinsam zu schreiben wirkt Wunder, was die Produktivität und Kreativität betrifft. Alle sitzen und schreiben und man kann gar nicht anders, als sich mitreißen zu lassen. Mein Schreibcafé hat den wunderbaren Bonus von einer Stunde Yoga, das Türen in uns zu öffnen vermag. Wir treffen uns gemütlich ab 9 Uhr zu Kaffee, Tee und Keksen. Dann wird es einen kleinen Schreib-Impuls von mir geben.
Um 9:30 Uhr rollen wir die Yogamatten aus und werden uns genüsslich räkeln, biegen und strecken. Und einmal ordentlich durchatmen. Nach dem Motto „Move your ass and your pen will follow“ setzen wir unsere Körper sanft in Bewegung, damit das in uns Schlummernde seinen Weg aufs Papier findet. Ab 10:30 Uhr sind dann nur noch übers Papier huschende Stifte zu hören (oder das Geklapper der Tasten am Laptop), während die Muse zufrieden lächelnd über uns schwebt. Ich freu mich schon sehr!
Ach ja, jede/r schreibt an einem Textprojekt eigener Wahl. Das kann eine Diplomarbeit sein, ein Roman, ein Blog oder einfach freies Ideenschreiben.

J: Wieso regt Yoga eigentlich den Schreibfluss an?
E:
Yoga öffnet Türen in uns, weil es die geheimnisvolle Verwobenheit von Geist und Körper anspricht. Unser Körper ist ein wahrer Sensor, der unseren Geist beeinflusst und umgekehrt. Nehme ich absichtlich selbstbewusste Körperhaltungen ein, wird mein Geist das bemerken. Im Yoga – zumindest in meinem Yoga – schaffen wir behutsam Platz im Körper. Wir vergrößern den Spielraum, wir fühlen uns leichter. Und wir tun das mit einer neugierigen, interessierten Aufmerksamkeit. Wir turnen also nicht brav unsere Übungen durch, wir setzen uns zärtlich mit uns selbst auseinander. Yogaübungen bringen uns in die Gegenwart, sie katapultieren uns aus dem Gedankenstrudel des Alltags. Die Nebel lichten sich, wenn sich die Schleusen der Kreativität öffnen.

J: Wie stimmst du dich normalerweise zum Schreiben ein?
E: Ich schreibe oft nach dem Yoga oder nach dem Yoga-Unterrichten, nach dem Laufen, nach dem Radfahren
– weil ich fast überall mit dem Rad hin unterwegs bin. Körperliche Bewegung ist immer gut für´s Schreiben, aber ein fixes Ritual habe ich nicht. Oberste Priorität beim Schreiben meiner Diplomarbeitarbeit war, es gemeinsam zu tun. Ich traf mich fast jeden Tag mit einer Freundin und wir schrieben still vor uns hin. Zwischendurch schimpften wir über die Langwierigkeit der Arbeit. Und sobald das Jammern heraußen war, ging´s schon wieder kreativ weiter.

J: Zu welcher Yoga-Schule zählst du dich?
E:
Mein Yoga ist ein Konglomerat unterschiedlicher Richtungen: Die Präzision des iyengar-Yoga, die femininen, zarten Aspekte von Angela Farmers und Vanda Scaravellis Yoga. Und ganz viel ist einfach original Eva 😉

J: Bitte beschreib uns eine einfache Yoga-Übung, die hilft sich aufs Schreiben einzustimmen?
E: Als einfache Einstiegsübung empfehle ich den „Baum“, weil er zur Ruhe bringt, Stabilität und Zentriertheit gibt.
(Siehe Foto oben): Ich balanciere dabei auf dem linken Bein, winkle das rechte Bein ab und setze meine rechte Fußsohle an die Innenseite meines linken Oberschenkels. Ich throne auf dem Standbein, lasse meinen Oberkörper aus der Hüfte emporwachsen und breite schließlich die Arme aus. Das Standbein verwurzelt im Boden, die Hände und der Scheitel streben wie wachsende Äste zum Himmel. Aaaahhhh!

J: Woran wirst du selbst schreiben im Schreib-Cafe?
E:
Ich schreibe derzeit intensiv an einem Buch und zwischendurch immer wieder an Texten für meinen Yoga-Blog. (www.evakarel.at)

Aktuell im writers´studio:

Schreibtreffs im writers´studio. Einfach kommen. Keine Anmeldung nötig:
Schreib-Café mit Yoga: Move your ass and your pen will follow. Jeden letzten Donnerstag im Monat, 9-12 Uhr
Schreib-Fabrik mit Feedback: Enormer Output & stärkende Rückmeldungen. Jeden ersten Montag im Monat, 18-21 Uhr
Schreibnacht: Jeden 1. Freitag im Monat.

Sommerkurse! – gratis Infoabende:
Di, 21. Juni, 18 Uhr: Frei geschrieben: Studium abschließen mit Schwung & Strategie (3 Wochenenden von Juli bis Sept.)
Do, 16. Juni, 19 Uhr: Travel Writing: Reiseberichte für Zeitschriften schreiben(2 Wochenenden)
Schreiben wie Virginia Woolf?
Inspirationen für Schreibpraxis. 1 Wochenende im oberen Waldviertel (15.-17.Juli)

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